Montag, 28. April 2008

in den hoehen von bolivien

nach der salzwueste von uyuni machte ich mich auf den weg richtung zentral bolivien. potosi gilt mit knapp 4000m als die hoechste grossstadt der welt und war fuer mich vor allem ort zum ausruhen. im koala den, dem farbigsten hostel das ich bisher sah, fanden sich immer interessante gespraechspartner und jemand um eine flasche bier zu teilen.

von potosi nach sucre genoss ich zu ersten mal in boliven auf einer asphaltierten strasse zu fahren.... :-) sucre, im zentrum wircklich zuckerweiss und mit viel charme, hat mir besonders gut gefallen.

am sonntag machte ich mich von sucre aus auf zum beruehmten sonntagsmarkt in tarabuco. da ich nicht mit einer touristengruppe fahren wollte, suchte ich mir den weg per oeffentliche verkehrsmittel. schlussendlich landete ich mit titus, einen deutschen, auf einem gemueselaster voll von getreidesacken, kleidersaecken, velos und bolivianern. besonderes in erinnerung wird mir eine alte bolivianerin bleiben, welche sich immer wieder um mich sorgte (ob ich auch nicht kalt habe, dort zu sitzen sei viel bequemer, es dauere nur noch 20 min....).
neben dem bunten markt und den vielen bolivianer mit ihren bunten trachten, genossen und erkundeten titius und ich auch ein wenig die umgebung von tarabuco. zurueck kamen wir dann schlussendlich mit einem trudy, umgebaut und vollgestopft mit ueber 15 personen.
von sucre aus, genau 12h ueber nacht, landete ich in la paz in einem richtiggehnden partyhostel. da jedoch die leute freundlich, die dorme ok und die better sehr gut waren (nach den negativen hostelerfahrungen in sucre umso wichtiger) blieb ich trotzdem drei naechte dort.

la paz beeindruckte mich mich mit seiner aussergewoehnlichen lage: inmitten eines talkessels auf 3600m hoehe kam wircklich jemand auf die idee eine stadt zu bauen!

Freitag, 18. April 2008

salz, so weit das auge reicht

nach einem kurzen zwischenstopp in la serena hatte ich in san pedoro de atacama endlich das gefuehl in sudamerika angekommen zu sein. san pedro ist klein und voller touristen, und doch; atemberaubend faszinierend inmitten wueste und bergen, zwischen nichts und doch so viel, mit tagsueber warmen temperaturen und sonnenbrand-gefahr, nachts kalt und mit wunderbarer sternklaerem himmel.

in san pedro de atacama besuchte ich das tal der gesyre, 4300m hoch und um morgens um 6uhr (abfahrt in san pedro um 4 uhr) ruedig, ruedig kalt. zur belohung konnten wir die spektakulaeren gesyre im sonnenaufgang beobachten und danach in einer natuerlichen warmen quelle baden (das herauskommen aus dem warmen wasser war dann wieder eine andere geschichte...).
auf der rueckweg besuchten wir das machuca tal, in welchem erst noch vor 10 tagen teile des neuen james bond films gedreht wurden (das gehoert jetzt ja schon zum touristenprogramm :-).

doch eigentlich war ich ja in san pedro de atacama um ueber die wueste und die solar de uyuni nach bolivien zu reisen. mit elisabeth, welche ich schon von santiago her kannte, verglich ich die verschiedenen tour-angebote und wir entschieden uns dann schliesslich sehr ueberzeugt fuer die company, welche auch schon das reisebuero grueter/zemp empfohlen hatte.
als fuenfer gruppe starteten wir am sonntag morgen in einem 4WD jeep unsere tour.
die drei tage lassen sich einfach zusammenfassen: wow-super-toll-wunderbar-faszinierend-schoen!
die landschaft war einfach grandios, die lagunen wunderschoen, die wilden flamingos fasziniernd, die solar de uyuni eimalig und konnte ich kaum aufhoeren fotos zu machen. nebst dem war unsere gruppe wircklich sehr homogen und interessant. ich schaetzte besonders die geschichten von michels und heddas 22 monatiger reise und auch mr. norway brachte viel pfeffer in die suppe mit seinem eigenen humor und seiner eigenwilliger art.
ganz interessant war auch die erfahrung der hoehe. wir waren bei der laguna verde kanpp auf 4400m; da geht einem doch recht schnell die puste aus und sogar das hinein- und hinausklettern vom jeep wird zur sportlichen leistung.

nach einer kurzen zwischensopp in uyumi (schlafen und duschen) bin ich nun auf dem weg in den norden von bolivien, richtung potosi und sucre. so weit meine plaene :-)

Mittwoch, 9. April 2008

no repley...

... auf sms von euch?
leider bin ich ab sofort nicht mehr per sms erreichbar... nein, ich hab's noch! aber nach julchens bild "serbelt" der display jedesmal dahin... schein so, als haette ich kein haendchen fuer natels - ist das vierte in acht monaten.... ;-)

Samstag, 5. April 2008

vamos al norte

nach vier wochen schule in santiago kann ich nun definitiv mehr als nur ein bier bestellen in spanisch. es ist schon erstaunlich, wie viel man in so kurzer zeit lernen kann. natuerlich merke ich, dass ich ich gerade so im schuss bin, eine sprache zu erlernen :-) meine lehrer hatten wohl manchmal weniger freude an meinen vielen fragen (wie ist das adejktiv von diesm wort, warum ist das so, was ist das gegenteil von... ). nach vier wochen bin ich also soweit, dass ich ohne probleme reisen und fragen kann wo etwas ist, ja sogar bisschen mitdisskutieren kann :-)

neben den spanischen unregelmaessigen verben gab es natuerlich auch ein leben danach. santiago ist gross, laut und zeig viele verschiedene gesichter. besonders in erinnerung bleiben werden mir die alamranlagen der autos, die schon bei einem windhauch losgehen und unglaublich laut und nervig sind; die vielen hunde, welche tagsueber ueberhaupt nicht storrend sind, nachs aber um die wette bellen; der stadtteil bella vista, welcher mit farbigen hauesern und dem vielfaeltigen nachtleben bezaubert; der cerro st.christobal, auf dem es ein schwimmbad hat mit aussicht auf die schneeberge; pisco sour und natuerlich der chilenische wein :-)
neben santiago habe ich in diesen wochen auch die staedte vin del mar und valpariso besucht. besonders letzteres hat mir mit seinen alten farbigen haeusern sehr gut gefallen. und an einem samstag bin auch auf dem ruecken eines perdes auch den anden ein wenig naeher gekommen...

natuerlich habe ich auch die chilenische kultur ein bisschen kennen gelernt. chilenos sind sehr freundlich und nett, auch wenn mir ihre vorliebe fuer blond manchmal schon ein wenig auf die nerven ging. etwas besonderes ist hier die esskultur. die chilenen haben einen ganz anderen tagesrythmus als wir; um ca. 15 uhr wird in chile mittag gegessen und dann erst nach 21uhr abendessen. das nachleben beginnt hier nicht vor mitternacht und die jungs fragen jeweils die maedels immer ganz brav, ob sie tanzen moechten. und, ganz interessant, wenn man hier in chile jemanden dated, ist man nicht ein paar, ehe man/frau offiziell gefragt hat ob man seine freundin/freund sein moechte :-)

nach konsultation des reisebueros grueter/zemp mache ich mich nun auf den weg nach norden. nach einem stopp in la serena moechte ich gegen ende der woche in san pedro de atacama ankommen und die wueste entdecken.darauf freue ich mich besonders .
so bald ich ein wenig zeit habe und einen eingermassen anstaendig schnellen computer gefunden habe werde ich die pics von santiago und umgebung hochladen.
bis dahin; ¡muchos besos a todos!