Sonntag, 18. Mai 2008

inkawelt

nach krokodilen und prianias begann ich in copacabana (lake titcaca) in die inkawelt einzutauchen. ich besuchte die isla del sol, auf welcher nach der inka-mythen der sonnengott inti seine kinder - den ersten inka und seine frau - auf die erde gelassen hat.
das geniessen der wunderschoenen landschaft und den schneebergen am horizont wurde ein wenig getruebt von der hoehenkrankheit, welche mich nach der busfahrt von rurrenbabaque (172m) nach la paz (3600m) mit kopfschmerzen, erschoepfung und kurzatmigkeit plagte. das ich mich im wetterumschlag in rurrenabaque noch erkaeltet hatte, kam dazu. da half nur eins; coca-tee trinken und coca-bobons lutschen... coca ist ja fuer alles gut! na ja, fuer das halsweh bin ich dann doch zur aptotheke gegangen...

auf dem weg nach cuzco, mit stopps in puno (island flotantes), pucara, raqchi und andahuayillas, kam ich dem nabel der inka welt immer naeher.
in cuzco stachen mir als erstes die vielen polizisten ins auge. und auch, dass der stadtkern unblaublich sauber ist. man merkt sehr wohl, dass sich hier viel mehr touristen tummeln als in bolivien und chile!

ich gab mir einige tage zeit um die stadt "zu spueren" und machte mich dann auf zum machu pichu. in aguas calientes - lonely planet beschreibt es zu recht als das "haesslichste, am meisten uberteuerte, kleine dorf in peru"- verbrachte ich eine nacht und lies mich am naechsten tag vom der verlohrenen stadt verzaubern. das gefuehl, wenn man auf die ruinen herunter schaut ist schwer zu beschreiben; einfach mystisch.

ich auf ruckweg nach ollantaytambo traf ich aurelie aus frankreich mit dem selben plan, ueber das secret valley nach cuzco zurueckzukehren. zu unserer ueberraschung erwartete uns in ollantaytambo nicht nur inkaruinen, sondern auch eine farbenfohre und fasnachtsaehnliche pfingstfeier.
mit dem dem vollgestopften totyota-buesschen gings dann nach urubamba, wo wir uns einen taxi leisteten, um die ruinen von moray und die salinas anzusehen. die salinas, schon die inkas hatten das salzhaltige wasser aus dem berg zur salzgewinnung genutzt, haben mich ganz besonders fasziniert. nach einer ruhigen nacht in urubamba haben uns auch die ruinen in pisac beeindruckt, weniger erfreut waren wir uber den regen, welcher am nachmittag folgte. dieser hat uns dann auch veranlasst, direkt nach cuzco zuruckzukehren.
aurelie reiste weiter und ich machte mich dann zwei tage spaeter auf, die ruinen von tambomachay, pukapukera, q'enqo und saqsywaman anzusehen. auch diesmal verzichtete ich auf eine touristentour und nahm den local bus. von diesem tag sind mir aber nicht die ruinen oder das schoene wetter die eindruecklichste erinnerung. das gespraech mit dem "geld-einkassier-jungen" im bus von pukapukera nach q'enqo hat mich stark beschaefftig, als ich ihm auf seine frage, was denn die kinder in der schweiz arbeiten, sagen musste, dass die kinder in der schweiz nicht arbeiten muessen. der junge, 12 jahre, arbeitet von morgens frueh bis um nachmittags um 17uhr in der buscompany und geht danacht bis um 22 uhr in die schule...

von cuzco machte ich mich dann auf richtung arequipa und colca canyon, mit einem abstecher in nazca. in nazca sah ich die beruehmten lines, traf drei sympathische brasilianer und verbrachte einen weiteren tag in der geschichte der incas und pre-incas. angekommen in arquipa gehts dann morgen auf, um condore im colca canyon zu sichten...